Arbeiten auf dem Kreuzfahrtschiff klingt für viele nach dem perfekten Mix aus Travel und Job. Aber wie sieht die Realität im Schiffs-Spa aus? Kosmetikerin Lorena ist mittlerweile in ihrem zweiten Vertrag auf der Mein Schiff Flotte unterwegs und weiß genau, worauf es ankommt. Im Backstage-Interview mit sea chefs erzählt sie total offen von ihrem Alltag im „SPA & Meer“: von den unterschiedlichen Treatments an Bord über den besonderen Vibe in der Crew bis hin zu den Möglichkeiten, sich auf See weiterzuentwickeln.Wenn du schon mal mit dem Gedanken gespielt hast, dich auf Schiffs-Jobs zu bewerben, solltest du dir das Interview unbedingt durchlesen.
💬 Das Interview
Lorena, stell dich doch bitte kurz vor. Wie bist du dazu gekommen, an Bord zu arbeiten?
Ich bin Lorena, 27 Jahre alt, und arbeite als Kosmetikerin im SPA & Meer an Bord der Mein Schiff Flotte. Auf den Job bin ich durch Bekannte aufmerksam geworden, die ebenfalls an Bord arbeiten und mir viel Positives darüber erzählt haben. Vor meiner Zeit auf See war ich als Kosmetikleitung in einer Hautarztpraxis tätig. Der Wunsch, einmal auf einem Kreuzfahrtschiff zu arbeiten, bestand schon länger. Als sich die Gelegenheit ergeben hat, habe ich mich entschieden, an Bord zu gehen. Inzwischen befinde ich mich in meinem zweiten Vertrag.
Was hat dich besonders daran gereizt, auf einem Kreuzfahrtschiff zu arbeiten?
Mich hat vor allem die Kombination aus Arbeiten und Reisen gereizt. An Bord arbeite ich in einem internationalen Team und durch die unterschiedlichen Routen bekomme ich immer wieder neue Eindrücke. Dadurch bleibt der Alltag abwechslungsreich und ich sammele viele Erfahrungen – sowohl beruflich als auch persönlich.
Wie sieht dein Arbeitsalltag als Kosmetikerin im SPA an Bord aus?
Im SPA & Meer an Bord betreue ich Gäste mit unterschiedlichen kosmetischen Behandlungen. Dabei führe ich verschiedene Anwendungen durch, berate die Gäste individuell zur Hautpflege und sorge gemeinsam mit dem Team dafür, dass sie sich bei uns entspannen können. An Seetagen ist der Arbeitstag in der Regel länger, dann behandele ich durchschnittlich etwa acht bis zehn Gäste pro Tag. An Hafentagen sind es meist etwas weniger, etwa fünf Gäste pro Tag. Neben den Behandlungen gehören auch Beratungsgespräche, die Vorbereitung der Behandlungsräume sowie das Auffüllen der Produkte und Materialien zu meinen Aufgaben.
Welche apparativen Anwendungen führst du an Bord durch?
Zu den apparativen Behandlungen zählen unter anderem die Sauerstoffbehandlung mit Dermadrop, Dermaclear von Alma zur Tiefenreinigung der Haut sowie Radiofrequenzbehandlungen mit Bewei. Außerdem biete ich Maniküre und Pediküre mit Produkten von Alessandro an. Besonders beliebt bei den Gästen ist die Sauerstoffbehandlung mit Dermadrop, da sie einen sofort sichtbaren Effekt auf die Haut hat und sehr gut vertragen wird.
Mit welchen Produkten arbeitest du an Bord?
Ich arbeite unter anderem mit Marken wie Babor, Hyapur und Alessandro. Die Produkte sind hochwertig und werden individuell auf die Bedürfnisse der Gäste abgestimmt. Ein wichtiger Teil meiner Arbeit ist auch die Beratung, damit die Gäste die passende Pflege für ihren Hauttyp finden und die Ergebnisse der Behandlung zu Hause weiterführen können.
Was unterscheidet die Arbeit an Bord von deiner früheren Tätigkeit an Land?
Der größte Unterschied ist, dass der Arbeitsalltag an Bord anders organisiert ist als an Land. Im SPA-Team arbeiten wir sehr eng zusammen und meine Tätigkeit ist abwechslungsreich, da die Nachfrage je nach Route und Reisetag variiert. Außerdem sammle ich durch die verschiedenen Routen immer wieder neue Eindrücke.
Welche Voraussetzungen sollte man mitbringen, um im Bereich Kosmetik an Bord zu arbeiten?
Wichtig ist, dass man seinen Beruf gerne ausübt und Freude am Umgang mit Menschen hat. Offenheit für neue Erfahrungen, Flexibilität und Belastbarkeit sind wichtige Voraussetzungen, genauso wie die Bereitschaft, in einem internationalen Umfeld zu arbeiten.
Welche Möglichkeiten gibt es, sich an Bord weiterzuentwickeln?
An Bord nehmen wir regelmäßig an Schulungen zu Geräten, Produkten und Behandlungstechniken teil. Vor kurzem hatten wir zum Beispiel eine Praxis-Schulung zur Radiofrequenzbehandlung mit Bewei sowie eine ergänzende Online-Schulung. Dadurch erweitere ich mein Fachwissen kontinuierlich und mit entsprechender Erfahrung kann ich auch mehr Verantwortung übernehmen und mich in höhere Positionen weiterentwickeln. (Anmerkung sea chefs: Ein möglicher Karriereweg könnte wie folgt aussehen: Entwicklung von der Kosmetikerin zur SPA & Meer Rezeption über den SPA & Sport Assistant bis hin zum SPA & Sport Manager)
Was gefällt dir persönlich am meisten an deinem Job?
Mir gefällt besonders der Zusammenhalt in der Crew. Wir arbeiten eng zusammen und erleben auch in der Freizeit viel gemeinsam. Ein besonderes Erlebnis war für mich das Auslaufen in Lissabon auf der Mein Schiff Relax – solche Momente bleiben einfach im Kopf.
Warum lohnt es sich deiner Meinung nach, den Schritt an Bord zu wagen?
Die Arbeit an Bord ist eine besondere Erfahrung. Ich kann mich fachlich weiterentwickeln und sammele Erfahrungen, die ich an Land so nicht machen würde. Für mich war es die richtige Entscheidung, weil ich meinen Beruf weiter ausüben kann und gleichzeitig viel von der Welt sehe.
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